Zusammensein in der Musik
Gedanken aus einem Philosophie-Café-Dialog
DOI:
https://doi.org/10.15845/voices.v22i1.2635Schlagworte:
Dialog, Philosophie Café, Kultur und SpracheAbstract
In diesem Beitrag werden Fragen, die sich aus den Musiktherapiesitzungen mit einem Jugendlichen mit schwerer Mehrfachbehinderung ergeben haben geteilt, und mit Personen diskutiert, die nicht direkt in den Fall involviert waren. In den ersten Sitzungen mit diesem Klienten fragte ich mich: "Wie kann ich mit diesem Klienten Musik machen?" Intuitiv spürte ich, dass sich diese Frage nicht auf die dyadische Beziehung zwischen dem Klienten und mir als Therapeutin beschränkte, sondern vielmehr in Zusammenhang stand, mit der größeren sozialen Struktur und den verschiedenen Werten und Beziehungen innerhalb dieser Struktur. Um diese Frage mit denjenigen zu teilen, die nicht direkt in den Fall involviert waren, organisierte ich eine kleine Veranstaltung nach der Methode des Philosophy Café. Dabei konnten die Teilnehmenden die unterschiedlichen Ansichten der Anderen kennen lernen und gemeinsam neue Standpunkte entdecken, so, dass sie sich ein gemeinsames Bild machen konnten. Dies könnte als Beispiel dafür dienen, wie sich die klinische Musiktherapiepraxis mit der sie umgebenden Gemeinschaft verbinden und gesellschaftlich verknüpfen kann. Ein solcher Dialog ermöglicht auch eine sorgfältige Prüfung der, im Bereich der Musiktherapie, verwendeten Begriffe und Konzepte. Dies könnte zu einer Überprüfung der Verwendung dieser Begriffe und Konzepte führen, die aus einer modernen, westlich geprägten Perspektive heraus entwickelt wurden.
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